Die Unterwasserwelt
Nichts finde ich faszinierender als die bunte, schillernde und befremdliche Welt unter Wasser und ihre Lebewesen. Nichts ist herausfordernder als die Schaffung eines Biotops, das sich selber am Leben erhält.
Die wirkliche Kunst der Aquaristik ist, ohne technische Hilfsmittel, nur mit Pflanzen und Licht, einen Lebensraum zu schaffen, der sich selbst im Gleichgewicht hält.
Die Aquarientechnik gibt uns Menschen die Möglichkeit, viele verschiedene Lebewesen auf eingstem Raum zu halten ohne das es schwerwiegende Folgen für das natürliche Gleichgewicht hat.
Lampen zb sind so konzipiert das ihr Licht- Spektrum eine gewisse Wassertiefe vortäuscht Wasser filtert Sonnenlicht und das Spektrum dieser Lampen ähnelt dem Sonnenlicht in einer bestimmten Wassertiefe
dabei unterscheidet man Sun Glow und Aqua Glow, wie es der Name schon sagt, entsprechen Sunglow lampen dem Spektrum nahe der Wasseroberfläche und Aquaglow dem Spektrum tieferen wassers ,was man auch an der Farbe des Lichtes erkennen kann, SunGlow Lampen sind hell und gelblich, Aquaglow Lampen haben ein bläuliches gedämpftes Licht.
Ein Aquarium zu unterhalten ist immer ein Balanceakt. Die Selbstreinigungskraft eines Aquariums fängt bei 200l an und ich finde die im Handel angebotenen 60 – 100 Liter Becken sind für jede art Fische zu klein und zu schwer im Gleichgewicht zu halten und sollten daher nicht angeschafft werden.
Ein richtig gutes Aquarium macht keine Arbeit Wer mehr als 1 std pro woche an seinem Aquarium fummelt hat etwas falsch gemacht oder ein zu kleines Becken.
Konrad Lorenz behauptet das die Haltung von Zierfischen in einem technisierten Lebensraum keine Herausforderung darstellt wobei hingegen das Halten von Kaltwasserfischen wie dem Stichling eine sehr grosse Herausforderung darstellt
Meine ersten Fische waren ein paar Elritze die ich in einem Becken ohne jegliche Technik hielt, damals war ich 8 jahre alt und es waren meine ersten Haustiere überhaupt. Von meinen Eltern eher unerwünscht aber geduldet und seit dem faszinieren mich Aquarien und das leben unter Wasser, so daß ich diesem Hobby auch eine seite widme.
Das Becken
Dank eines guten, fischebewanderte Freundes konnte ich ein altes, dennoch gutes 500l Becken mitsamt dem passenden Unterschrank bekommen. Hierfür noch einmal Danke. Die dazugehörende Technik war antik und muss ausgetauscht werden. Dazu später mehr.
Die Scheiben die einem Druck von 500l stand halten müssen sind entsprechend dick und so hatte das Becken ein enormes Eigengewicht und der Transport war nur unter Einsatzes eines Ford Transit und 3 Helfern möglich. Eigendlich sollte das Becken als eine Art Raumteiler in der Küche seinen Platz finden, aber wie ich bereits erwähnte hatte ich Rechengenie mich völlig mit dem Gewicht des Beckens samt Inhalt verschätzt und war mir nicht mehr sicher ob die Decken meines alten Hexenhauses diesem noch Widerstand bieten können. Also schleppten wir das Aquarium in den Hobbykeller wo es auf einem extra gegossenen Betonsockel seinen Platz fand